Vier Frauen gucken in die Kamera, eine davon mit Schnecken-Handpuppe

Lärmprävention in der Kita

Die „kecke Schnecke Tili“ zeigt Kindern, warum und wie sie Lärm vermeiden sollten

In Kindertagesstätten herrscht oft ein hoher Lärmpegel. Das bringt sowohl für die Kinder als auch das Personal eine hohe Belastung mit sich und kann gesundheitliche Probleme und Beeinträchtigungen zur Folge haben. Es ist daher wichtig, bereits Kindern die Bedeutung des Gehörs zu erklären und ihnen zu zeigen, wie sie Lärm vermeiden können. Hier setzt das Projekt „Lärmprävention für Kinder und Jugendliche – Die kecke Schnecke Tili“ der Deutschen Tinnitus-Liga an. Der Projektstart erfolgte im Hochschulkindergarten Wuppertal. Die Deutsche Tinnitus-Liga und der Hochschulkindergarten sind beide Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW.

Auswirkungen von Lärm auf kindliche Entwicklung


Sind die Hörbedingungen ungünstig, verschlechtern sich für Kinder die Lern- und Entwicklungschancen. Wenn Kinder ständig Lärm ausgesetzt sind, hat das vielfältige Folgen. Lärm kann die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen, die Kommunikation behindern, den Schlaf rauben, die Stimmung beeinflussen und Aggressionen hervorrufen. Lärm stört außerdem die Entwicklung der Sprachwahrnehmung. Die Sprache kann eintönig werden, Sprachrhythmus und -melodie verschwinden. Lärm schädigt das Gehör und die Gesundheit im Allgemeinen.

Spiele und Experimente


Im Rahmen des Projekts „Lärmprävention für Kinder und Jugendliche – Die kecke Schnecke Tili“ erforscht die Deutsche Tinnitus-Liga gemeinsam mit Kindern in spielerischer und kreativer Weise das Thema Hören, den Hörsinn und den Aufbau des Ohres. Die Schnecke Tili, eine Handpuppe, hilft dabei, den Kindern die Zusammenhänge rund ums Ohr anschaulich zu erklären. Tili steht für die Hörschnecke, auch Cochlea genannt, die das sensorische Hörorgan und die Haarzellen enthält. Auf dem Programm stehen außerdem ein Geräusche-Memory und verschiedene Hörübungen, bei denen Geräusche identifiziert werden. Eine „Lärmampel“ hilft zu erkennen, wann es zu laut ist und wann der Geräuschpegel im grünen Bereich liegt. Die Projektinhalte können je nach Bedarf angepasst werden. Interessierte Kitas und Schulen können sich bei der Deutschen Tinnitus-Liga melden.



Bild: ©Deutsche Tinnitus-Liga