Gruppenfoto mit den zukünftigen Bildungsfachkräften. Alle Personen schauen lächelnd und motiviert in die Kamera.

An der Hochschule für Inklusion sensibilisieren

Institut für Inklusive Bildung NRW qualifiziert Menschen mit Behinderung zu Bildungsfachkräften

Seit dem Frühjahr 2019 qualifiziert das Institut für Inklusive Bildung NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, sieben Menschen mit einer so genannten geistigen Behinderung beziehungsweise Lernbeeinträchtigung zu Bildungsfachkräften. Das Projekt ist einmalig in Nordrhein-Westfalen. Nach Abschluss der dreijährigen Qualifizierung sollen den Bildungsfachkräften Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Langfristig sollen die Bildungsleistungen in den Studiengängen der Hochschulen Nordrhein-Westfalens fest verankert werden und sich das Institut zu einem Inklusionsunternehmen entwickeln.

Gegenseitiges Verständnis fördern

Qualifizierte Bildungsfachkräfte vermitteln Studierenden die Lebenswelten, spezifischen Bedarfe und Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen und sensibilisieren so auf Augenhöhe und aus erster Hand für das Thema Inklusion. Durch gemeinsame Bildungsveranstaltungen von Menschen mit und ohne Behinderung werden „Barrieren in den Köpfen“ abgebaut und ein gegenseitiges Verständnis gefördert.

Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln

Der innovative Ansatz des Instituts geht auf ein Modellprojekt aus Schleswig-Holstein zurück. Dort fand von 2013 bis 2016 erstmals eine Qualifizierung von Menschen mit Behinderung zu Bildungsfachkräften statt. 2018 wurde dann das Institut für Inklusive Bildung NRW gegründet, um auch in Nordrhein-Westfalen Qualifizierung von Bildungsfachkräften zu realisieren. Die Qualifizierung findet in Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln statt. Gefördert wird das Projekt durch den Landschaftsverband Rheinland, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, die Kämpgen-Stiftung und die F. Victor Rolff-Stiftung.

Beitrag zur Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention

Das Projekt „Inklusive Bildung NRW“ versteht sich als ein Beitrag zur Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Menschen ohne Behinderungen lernen die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen wertzuschätzen (Art. 8 UN-BRK). Für Menschen mit Behinderungen verwirklicht sich das Recht auf Bildung (Art. 24 UN-BRK) und auf Arbeit (Art. 27 UN-BRK).

 


Bild: © LVR, Uwe Weiser

Teilnehmende der Qualifizierung zur Bildungsfachkraft und Studierende der Technischen Hochschule Köln bei einem Seminar zum Thema „Meine Lebenswelt“.
©Institut für Inklusive Bildung NRWE